Der Wal
Seewärts ging es Ende März, ein echter Tag am Meer.
Usedom, Heringsdorf, Bäderarchitektur –
und strategische Pläne für die Zukunft.
Wie offen es ist
am Übergang der Elemente:
Land, Meer, Himmel.
Anbaden am morgendlichen Strand,
eiskaltes Wasser, ruhende See.
Zwei Rehe kreuzen den Rückweg.
Menschenleer.
So still ist es noch am frühen Morgen.
Der Blick schweift –
und dann kommt sie, die Nachricht:
ein gestrandeter Wal.
Bitte was?
Nicht direkt ums Eck,
und doch in baltischen Wassern.
Verkehrt geschwommen, der Buckelwal.
Verloren, wie es scheint,
vor aller Augen.
Das rückt vieles gerade –
relativierend, verwirrend.
Die folgenden Wochen:
ein mediales Auf und Ab,
ein Hin und Her
über das, was richtig wäre.
Nur ein Tier?
Oder doch das große Ganze?
Gleichnis und Hoffnung.
Was bleibt, ist ungewiss.
Wer hat sich da verirrt –
der Wal
oder wir?
Der Wal
Seewärts ging es Ende März, ein echter Tag am Meer.
Usedom, Heringsdorf, Bäderarchitektur –
und strategische Pläne für die Zukunft.
Wie offen es ist
am Übergang der Elemente:
Land, Meer, Himmel.
Anbaden am morgendlichen Strand,
eiskaltes Wasser, ruhende See.
Zwei Rehe kreuzen den Rückweg.
Menschenleer.
So still ist es noch am frühen Morgen.
Der Blick schweift –
und dann kommt sie, die Nachricht:
ein gestrandeter Wal.
Bitte was?
Nicht direkt ums Eck,
und doch in baltischen Wassern.
Verkehrt geschwommen, der Buckelwal.
Verloren, wie es scheint,
vor aller Augen.
Das rückt vieles gerade –
relativierend, verwirrend.
Die folgenden Wochen:
ein mediales Auf und Ab,
ein Hin und Her
über das, was richtig wäre.
Nur ein Tier?
Oder doch das große Ganze?
Gleichnis und Hoffnung.
Was bleibt, ist ungewiss.
Wer hat sich da verirrt –
der Wal
oder wir?