Leda und der Schwan
Leda und der Schwan
Seit Wochen ist da ein Glockenläuten in mir. Vom Aufziehen einer Krise? Vom Beginn eines inneren Friedens? Das Frühjahr 2026 hat es in sich. Es schwankt und brodelt in der Tiefe.
Etwas ist in Bewegung geraten. Kaum greifbar, verletzlich und gerade deshalb lebendig. Manche Begegnungen setzen Kräfte frei, die lange geschlafen haben. Der eigene Rahmen scheint plötzlich zu klein für das, was man fühlt.
Amsterdam. Ein sonniger Tag. Eben noch die Leichtigkeit des Hortus Botanicus, dann die Ausstellung Metamorphosen im Rijksmuseum. Ovid, Medusa, Apollon, Satyrn. Geschichten von Verwandlung. Geschichten, die mir in diesen Wochen näher erscheinen, als ich erwartet hätte.
Dann dieses Gemälde: Leda und der Schwan. Zeus erscheint als Schwan, verwandelt und unerkannt. Die Geschichte irritiert. Aus heutiger Sicht vielleicht mehr denn je. Und doch bleibt der Blick hängen.
Vielleicht, weil manche Bilder etwas in uns erkennen, bevor wir selbst Worte dafür finden.
Ich stehe vor dem Gemälde und habe das Gefühl, dass es weniger von Leda erzählt als von einem Zustand. Von dem Moment, in dem etwas in unser Leben tritt, das nicht in die bisherigen Ordnungen passt.
Nicht laut. Nicht dramatisch. Eher wie ein Wetterwechsel am Horizont. Plötzlich reicht das vertraute Bild nicht mehr aus. Die Fragen werden größer. Die Antworten vorsichtiger.
Der Geist geht voraus. Die Seele braucht ihre Zeit.
Und irgendwann merkt man, dass man nicht mehr ganz derselbe ist.
Leda und der Schwan
Leda und der Schwan
Seit Wochen ist da ein Glockenläuten in mir. Vom Aufziehen einer Krise? Vom Beginn eines inneren Friedens? Das Frühjahr 2026 hat es in sich. Es schwankt und brodelt in der Tiefe.
Etwas ist in Bewegung geraten. Kaum greifbar, verletzlich und gerade deshalb lebendig. Manche Begegnungen setzen Kräfte frei, die lange geschlafen haben. Der eigene Rahmen scheint plötzlich zu klein für das, was man fühlt.
Amsterdam. Ein sonniger Tag. Eben noch die Leichtigkeit des Hortus Botanicus, dann die Ausstellung Metamorphosen im Rijksmuseum. Ovid, Medusa, Apollon, Satyrn. Geschichten von Verwandlung. Geschichten, die mir in diesen Wochen näher erscheinen, als ich erwartet hätte.
Dann dieses Gemälde: Leda und der Schwan. Zeus erscheint als Schwan, verwandelt und unerkannt. Die Geschichte irritiert. Aus heutiger Sicht vielleicht mehr denn je. Und doch bleibt der Blick hängen.
Vielleicht, weil manche Bilder etwas in uns erkennen, bevor wir selbst Worte dafür finden.
Ich stehe vor dem Gemälde und habe das Gefühl, dass es weniger von Leda erzählt als von einem Zustand. Von dem Moment, in dem etwas in unser Leben tritt, das nicht in die bisherigen Ordnungen passt.
Nicht laut. Nicht dramatisch. Eher wie ein Wetterwechsel am Horizont. Plötzlich reicht das vertraute Bild nicht mehr aus. Die Fragen werden größer. Die Antworten vorsichtiger.
Der Geist geht voraus. Die Seele braucht ihre Zeit.
Und irgendwann merkt man, dass man nicht mehr ganz derselbe ist.