Vom Menschsein
Ich liebe die Natur und bin dem Menschen zugewandt.
Aufgewachsen bin ich in einem Dorf am Rand des nördlichen Schwarzwaldes. Natur war Teil meiner Kindheit, ein Verhältnis, das geblieben ist. Seit vielen Jahren lebe ich in Berlin. Beide Welten sind mein Zuhause.
Familie, Freunde und Gemeinschaft geben Halt und Kraft. Heimat ist mir wichtig. Gleichzeitig interessiert mich das Fremde. Es eröffnet Möglichkeiten und weitet den Blick.
Der Mensch gehört zur Welt, in der er lebt. Daraus erwächst Verantwortung. Mich beschäftigt, wie wir mit unserer Umgebung umgehen und miteinander leben. Ich suche und schätze das Wahrhaftige. In der Natur ebenso wie im menschlichen Tun. Und in den Fragen unserer Zeit.
Tiefe braucht für mich keine Dunkelheit.
Mit dieser Haltung gehe ich los. Auf Streifzüge. Bei Wind und Wetter, durch die Jahreszeiten, im Urbanen. In Bewegung fühle ich mich ruhig, wach und aufnahmebereit. Möchte entdecken, was in einem Moment, an einem Ort oder in einer Erfahrung steckt.
Eine Aussicht, ein besonderes Phänomen, ein gelungenes Ensemble berühren mich. Die Oberfläche des Alltäglichen erscheint in einem anderen Licht. Das löst etwas aus: eine romantische Sehnsucht nach einer tieferen Wirklichkeit im Hier und Jetzt. Wie kann der Mensch sich selbst begegnen? Und wo?
Eine unendlich scheinende Welt zieht auf. Im Ungefähren beginnt sich etwas zu zeigen. Aus Blick, Empfinden und Gedanken entstehen Motiv und inneres Thema des Werkes.
Das Motiv bewahrt den Moment: ein Sommergewitter, ein Blumenstrauß, ein zugefrorener See. Es ist der Ort der Begegnung.
Ein Begleittext lädt den Betrachter ein, dem inneren Thema des Werkes zu folgen:
Der Blumenstrauß kann vom Untergang von Imperien erzählen (Die Blumen der Königin), ein Sommergewitter vom wachsenden Einfluss künstlicher Intelligenz (Geschichte eines Sommergewitters), ein zugefrorener See von Heimat (Eis am Plötze).
Motiv und Begleittext führen den Betrachter an einen Aussichtspunkt auf dieses Thema. Von hier aus kann sich ein eigener Blick entwickeln.
Das Werk ist frei.
***
Berlin, August 2026
Kontakt
+49 (0)175 561 63 85
manuel@schottmueller.berlin
Instagram: manuel_schottmueller
FB: Manuel Schottmüller
Technisches zu meinen Gemälden und Bezugsquellen
Jedes Gemälde wird aus wertigen Künstlermaterialien angefertigt. Die Leinwand spanne und grundiere ich selbst auf vorgefertigten Rahmenleisten. Nach dem Grundierprozess werden Motive grob angezeichnet, dann entsteht das Gemälde im Idealfall rasch in 2-5 Malgängen. Die Farben trage ich „nass in nass“ auf, sie werden oft direkt auf der Leinwand gemischt, bei Acrylfarben setzt diese Technik einen kräftigen und zügigen Farbauftrag voraus, da die Farbe sonst antrocknet.
Keilrahmenleisten: Fichtenholz, FSC® zertifiziert, Herstellung in 3. Generation, Made in Germany*. Standardmäßig nehme ich 4/ 4,5 cm starke Leisten, das gibt den Bildern eine gewisse haptische Tiefe, sie wirken dadurch kräftiger auf der Wand. Die Seiten der Gemälde können zudem bemalt werden, als Teil des Werkes. Die rückseitige Aufhängung für die Gemälde kann sicher an den kräftigen Leisten befestigt werden.
Leinwand: 100% Leinen, ungrundiert, feine belgische Qualität, Gewicht: 400 g/m². Gespannt mit Leinwand-Spannzange, rückseitig getackert. Bei Bedarf mit Keilen nachgespannt. Datiert. Grundierung/ Gesso: Ein hochwertiger, lichtechter und alterungsbeständiger Acrylgrund*. Wird in der Regel mindestens zweifach aufgebracht. Wichtig ist mir (bei grundierten Gemälden), dass die Leinwand „schnell“ wird, d.h. dass der Reibungswiderstand beim Malen möglichst gering ausfällt.
Dies gelingt durch a) satte Grundierung und b) intensiven Farbauftrag/ Mischen auf der Leinwand.
Acrylfarbe/ Malmittel: in verwende hochpigmentierte Künstler-Acrylfarben (Old Holland Classic Acrylics, Lascaux Artist, Vallejo Acrylic Artist, Schmincke Akademie Acryl Color), einer Dispersion aus 100% Acrylharz. Die Farben bieten den höchsten Grad an Beständigkeit und Lichtechtheit, den man auf dem Markt bekommt. Malmittel verwende ich im Prinzip nicht, der pastose Farbauftrag wird auch als Impasto bezeichnet.
Firnis/ Schutz: Die Gemälde sind mit einer Polyurethan-Versiegelung (seidenmatt) auf Wasserbasis endbeschichtet. Dadurch sind sie vor Staub, Abrieb bei der Oberflächenreinigung und vor lichtbedingten Farbveränderungen geschützt. Die Gemälde sollten trotzdem NICHT direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein. Das F auf der Rückseite steht für Firnis.
Pinsel, Reinigung: vorzugsweise Synthetikpinsel Boesner Magnus, 20-30 mm, Made in Germany. Fleur Rundpinsel; Liquitex; DaVinci Acryl-Kapsel- und Katzenzungenpinsel. Ich versuche, die Pinsel mit Pinselseife & Co. gut zu pflegen, restliche Farben so gut wie möglich auf der Gemälderückseite zu verarbeiten, um möglichst wenig Verunreinigungen im Abwasser zu erzeugen.
***
Mein Partner für Fine-Art-Prints: Digital Darkroom Berlin
Kunstbedarf/ Keilrahmen/ Leinwand: Peters Art Wedding
Acrylfarbe (vorzugsweise): Old Holland New Masters
Papier/ Papeterie: R.S.V.P. Papier in Mitte
Rahmenbau/ Rahmenwerkstatt: Karo König ExRothaprint